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HELP - Häusliche Pflege, Erwerbstätigkeit, Leistungsentscheidung, Pflegedienst

 

Projektziele

Das Projekt HELP unterstützt pflegende Personen bei der Vereinbarkeit ihrer häuslichen Pflegetätigkeit durch die Schaffung eines Pools qualifizierter Pflegekräfte, die in prekären Situationen bei der Pflege kurzfristig Hilfestellung geben. Die Pflegekräfte werden im Rahmen des Projektes unter Anleitung professioneller Pflegedienste qualifiziert und dienen diesen zusätzlich als Personalreserve. Damit unterstützt HELP auch die berufliche Integration von Arbeitslosen (Frauen).

Mittels einer Internetseite und einer breit ausgelegten kostenlosen Broschüre schafft HELP Transparenz über das regionale Angebot an Pflege-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Pflegende, so dass dieses besser in Anspruch genommen werden kann.

Das Projekt HELP sensibilisiert Unternehmen des Landkreises Oder-Spree für die Problematik der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und häuslicher Pflege. Es forciert den Abschluss von 15 individuellen betrieblichen Vereinbarungen mit deren Mitarbeitern zur Regelung der häuslichen Pflegetätigkeit neben ihrer Berufstätigkeit. Dazu initiiert HELP den Abschluss von Kooperationen zwischen 15 Unternehmen mit professionellen Pflegedienstleistern zur Unterstützung der Vereinbarkeitsregelungen.

Durch eine breit angelegte Öffentlichkeit schafft HELP in Zusammenarbeit mit den örtlichen Akteuren ein breites Verständnis für die Problematik der Vereinbarkeit von Pflege und Berufstätigkeit.

Laufzeit der Projekte: 20.09.2010 - 19.09.2013

Ort: Komm In Sonnenblume, Trebuser Straße 55 in Fürstenwalde

   

Beruf, Familie, Pflegen - Neue Vereinbarkeitslösungen für Brandenburg

Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege rückt angesichts der demografischen Entwicklung im Land Brandenburg stärker in den Blickpunkt. Bei rund einem Drittel der Menschen, die im Land Brandenburg in ihrer häuslichen Umgebung betreut oder gepflegt wurden, sind die Pflegepersonen erwerbstätig.

Bis zum Jahr 2030 wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen über 65 Jahre in Brandenburg von derzeit rund 85.000 um mehr als 70 Prozent erhöhen. Damit wird auch die Zahl der Personen, die neben ihrer Berufstätigkeit im privaten Kontext häusliche Pflege leisten, dramatisch zunehmen.

Aus arbeitsmarktpolitischer Perspektive, insbesondere mit Blick auf die Chancengleichheit von Frauen und Männern, wächst der Handlungsbedarf. Etwa drei Viertel der privaten Hauptpflegepersonen sind Frauen.

In den meisten Brandenburger Unternehmen ist die Pflege von Angehörigen und die Vereinbarkeit mit der Erwerbsarbeit jedoch noch kein Thema. Vorgesetzte und Personalverantwortliche kennen in der Regel die Vereinbarkeitsprobleme der Beschäftigten nicht, weshalb praktikable Vereinbarkeitsmöglichkeiten eher nicht im Blickfeld sind.

Ziele des MASF

Anhand von praktikablen, tragfähigen Lösungen soll zu einer Entlastung von Erwerbstätigen mit Pflegeverantwortung beigetragen und somit eine gute Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege ermöglicht werden.

Die Erreichung dieses Hauptziels wird durch die folgenden drei Teilziele angestrebt:

  • Zusätzliche Beratungs- und/oder Serviceangebote versetzen Brandenburger Unternehmen und deren Beschäftigte sowie aktiv Arbeitsuchende in die Lage, die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege zu ermöglichen.
  • Unternehmen entwickeln für sich oder im Verbund mit anderen Unternehmen und in Kooperation mit einschlägig erfahrenen Dienstleistern Lösungen zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege und setzen diese um.
  • Neue Lösungsansätze erweitern die regionalen Angebote zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbsar-beit und Pflege.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

 

Ergebnisse des Projektes (Stand 29.02.2012)

Am 30.November 2010 wurde das Projekt HELP im Rahmen einer Auftaktveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt. Eingeladen waren neben den Akteuren des regionalen Netzwerkes mehrere Unternehmen und Einrichtungen

Durch die Methode des World-Cafes konnten konkrete Unterstützungs- bzw. Kooperationszusagen sowie Anregungen zur Realisierung der Projektziele gewonnen werden.

Das Projekt HELP ist Gründungsmitglied der Bündnisarbeitsgruppe „Familienfreundliche Unternehmen“ des Lokalen Bündnisses für Familie Fürstenwalde. Am 12. Mai 2011 wurde die Gründungssitzung abgehalten und es wurde eine „Gemeinsame Erklärung der Lokalen Bündnisse für Familie - Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ unterzeichnet.

  • Bisher wurden 48 Unternehmen zum Thema „Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und häuslicher Pflege“ sensibilisiert und individuell beraten.
  • Das Projekt führt eine Befragung Pflegender durch. 72 Pflegende gaben bisher Auskunft zu ihrer Situation, darunter 43 zur Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und häuslicher Pflege.
  • Auf der Internetseite www.pflege-los.de wurden die Unterstützungsangebote für Pflegende Berufstätige im Landkreis Oder-Spree zusammen getragen.
  • Das Projekt HELP hat eine Broschüre mit Informationen für pflegende Berufstätige im Landkreis Oder-Spree zusammen gestellt und verbreitet diese kostenlos in der Region.

Hier finden Sie die HELP Broschüre zum Download.

 

Investition in Ihre Zukunft

   

zuletzt geändert am: 06.03.2012