Pädagogik

Bitte beachten Sie auch die drei downloadbaren Präsentationen am Ende dieser Seite.

Die Diskussion über die Anforderungen an Schule in unserer modernen Gesellschaft hat sich seit den PISA-Studien sehr intensiviert. Breit werden die Kompetenzen diskutiert, die ein Schüler im Laufe seiner Schulzeit erwerben sollte, um sowohl im Berufs- als auch im weiteren Lebensprozess allen Anforderungen zu genügen.

Unsere Gesamtschule bietet alle Möglichkeiten, um mit individueller Betreuung unsere Schülerinnen und Schüler auf dem Weg des Kompetenzerwerbs zu begleiten und Fähigkeiten unter Berücksichtigung persönlicher Neigungen auszuprägen. Mit der Übernahme von Grundelementen der Montessori Pädagogik realisieren wir im unmittelbaren Lernprozess eine Förderung der Schüler in der Breite als auch in individueller Form. Die Schule ist aber keine reformpädagogische Schule. Die Akzentuierung auf einen stärkeren Praxisbezug und die Entwicklung von Sprachkompetenzen rückt die berufliche Orientierung und Chancenvielfalt in einem europäischen Haus in den Mittelpunkt. Die Ausformung der Schule als Ganztagsschule unterstützt diesen Ansatz und rundet die ganzheitliche Bildung und Erziehung in unserer Schule ab.

Wir sind der Auffassung, dass der Vermittlung folgender Befähigungen für eine konstruktive Mitgestaltung der künftigen Gesellschaft eine besondere Bedeutung beigemessen werden muss:

  • Umfassendes Beherrschen der im Curriculum gesetzten Grundqualifikationen
  • Kulturtechniken und andere soziale Erfahrungen
  • Selbstbewusstsein zur Einschätzung der eigenen Fähigkeiten
  • Verantwortungsbewusstsein für das selbst gesteuerte Erkennen von Problemen und der Suche nach Lösungen
  • Bestimmen des Verhältnisses zwischen freiem Lernen und notwendigem Pflichtpensum
  • Flexibilität für eine Arbeit im Team, Kooperationsfähigkeit
  • Toleranz gegenüber anderen

Dabei wollen wir unser Augenmerk besonders auf die Vermittlung von ganzheitlichen Handlungskompetenzen, fachlichen Kompetenzen und sozialen Kompetenzen legen. Eine gleichwertige Ausbildung dieser Bereiche ist uns wichtig.

Darin eingebettet setzen wir folgende Akzente:

  • Entwicklung eines starken Praxisbezuges durch die Gestaltung von Fächern hinsichtlich Unterstützung bei der Berufsorientierung, der Entwicklung motorischer Grundfertigkeiten und der Aufnahme beruflicher Ausbildungen (u.a. Deutsch, Mathematik, WAT)
  • Schaffung von Möglichkeiten des praktischen Erlebens von Gelerntem durch Initiierung von Schülerfirmen und/oder anderen Formen praktischen Lernens
  • Entwicklung eines Klimas, geprägt von Achtung gegenüber Anderen und internationaler Verständigung
  • Erweiterte Vermittlung von Sprachkompetenzen durch ein umfassenderes Angebot von Fremdsprachen, ab der 7 Klasse
  • Konfessionsfreiheit der Schule; Religion wird fakultativ angeboten
  • Entwicklung bürgerschaftlichen Engagements
  • Erweiterung des Angebotes in der Gymnasialen Oberstufe über den Fächerkanon hinaus (u.a. Philosophie, Kunstbereich, Pädagogik etc)
  • Stärkung des Klassenverbandes trotz Differenzierung

Die Gesamtschule setzt folgende pädagogische Grundprinzipien um:

  • Entwicklungsgemäßheit
  • Ganzheitliches Lernen
  • Erfahrungsorientiertes und lebenspraktisches Lernen
  • Fordern und Fördern
  • Prinzip der Sachlichkeit
  • Ganztagsbetreuung
  • Mitbestimmung der Kinder/Jugendlichen

Organisation

An unserer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe Petershagen/Eggersdorf findet Lernen im Fachunterricht und der Freiarbeit, in der Projektarbeit und im Praxislernen statt. Eine frühzeitige Berufsorientierung durchdringt alle Schulbereiche.

Fachunterricht und Freiarbeit

Die grundlegende Form der Unterrichtsvermittlung ist der Fachunterricht. Dieser Fachunterricht wird in den lt. Fächerangebot bestehenden Fächern im Klassenverband oder in leistungsdifferenzierten Kursen durchgeführt. In der Sekundarstufe I sind dies die Grund- und Erweiterungskurse, in der Sekundarstufe II sind dies die Grund- und Leistungskurse.

Neben dem gemeinsamen Fachunterricht wird als weitere Unterrichtsform die Freiarbeit angewandt. Die Freiarbeit ist das zentrale Unterrichtselement in der Montessori-Pädagogik. Ohne dass die Schule eine reformpädagogische Schule ist, wollen wir diesen Ansatz verfolgen und ihn aufbauend mit der Einrichtung und Entwicklung der Schule verfolgen.

Die Freiarbeit wird in ausgewählten Fächern durchgeführt. Dazu werden die naturwissenschaftlichen Fächer sowie auch Deutsch und Mathematik gehören. Weitere Fächer können hinzukommen. Die einzelnen Fächer geben dafür entsprechend ihres Umfangs Wochenstunden an die Freiarbeit. Die Freiarbeit kann auch zusammengefasst werden und fächerübergreifend tageweise durchgeführt werden Vorgesehene Stundenzahl in Wochentafel

7. Klasse bis zu 4 Std. Freiarbeit

8. Klasse bis zu 4 Std. Freiarbeit

9. Klasse bis zu 4 Std. Freiarbeit

10. Klasse bis zu 4 Std. Freiarbeit

11. - 13. Klasse entsprechend Kursinhalten bis zu 4 Stunden wöchentlich

Bei der Freiarbeit handelt es sich um eine komplexe Lernform, die ein Höchstmaß an Selbstdisziplin verlangt. Gleichzeitig beinhaltet sie jedoch auch einen Lernprozess, d.h. dass die Schüler/innen diese Lernform stets selbst reflektieren müssen, um sie als Wert zu begreifen. Alle am Lernprozess Beteiligten müssen sich aktiv mit einbringen. Dazu zählen die Schüler/innen, die ihre eigenen Lernschwerpunkte und auch ihr Lerntempo verfolgen, die Eltern, die diesem Prozess viel Vertrauen entgegen bringen müssen und der Lehrer, der die Freiarbeit durch seine Beobachtungen sowie den sich daraus ergebenen Schlussfolgerungen begleitet. Die Freiarbeit kann fachgebunden und fachungebunden erfolgen. Das angebotene Material orientiert sich an den Rahmenlehrplänen für die SEK I und SEK II. Eine enge Vernetzung von Fachunterricht und Freiarbeit ist notwendig. Es wird abgesichert, dass die Schüler/innen ihr Pensum kennen, Materialangebote erhalten und nach einer bestimmten Zeit einen Leistungsnachweis über den erarbeiteten Stoff erbringen müssen.

Projektarbeit

Der Projektarbeit messen wir ebenfalls als Methode besonderes Augenmerk bei. Sie ermöglicht es, den Schülern die Zusammenhänge zwischen den Fächern und Fachbereichen herzustellen und Handlungskompetenzen und soziale Kompetenzen auszuprägen.

Praxislernen

In der Sekundarstufe I wird das Praxislernen durchgeführt. Das Praxislernen fördert bei den Schülern das Verständnis für zukünftige Anforderungen im beruflichen Alltag und damit verbunden prägt es die Sinnhaftigkeit des vermittelten Unterrichtsstoffes aus. Schüler erlernen durch das Praxislernen weitere Handlungskompetenzen und soziale Kompetenzen, wenden ihr Wissen und Können praktischer an. Das Praxislernen ist eine weitere Möglichkeit der Erprobung eigener Fähigkeiten, unterstützt die berufliche Orientierung und fördert handwerkliches Geschick.

Berufsorientierung

Wir unterstützen unsere Schüler bei der beruflichen Orientierung. Dabei werden wir in der Sekundarstufe I u.a. auf der Grundlage des Praxislernens sie entsprechend ihrer Fähigkeiten und Neigungen beraten, sie bei der Bewerbung unterstützen. Vorrangig geht es uns dabei um Hilfe zur Selbsthilfe. Wir wollen dies gemeinsam mit den Schülern tun und so dem Ziel nahe kommen, dass jeder Schüler in eine berufliche Ausbildung mündet oder an einer weiterführenden Schule einen höheren Abschluss anstrebt. In der Sekundarstufe II werden wir unsere Schüler unterstützen, erfolgreich das Studium an einer Fachhochschule, Hochschule oder an einer vollzeitlichen Berufsschule aufzunehmen oder in eine betriebliche Berufsausbildung einzumünden. Die Schulform Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe wollen wir in der Organisationsform Ganztagsschule aufbauen. (siehe nächsten Punkt). Die Ganztagsschule bietet die Möglichkeit, fachliche und soziale Kompetenzen zu vertiefen und darüber hinausgehend neue Kompetenzen zu erwerben

Arbeitsformen und Schwerpunkte

Für die einzelnen Klassenstufen gibt es schwerpunktmäßige Arbeitsformen. In den Klassenstufen 7 - 10 sind das themenspezifische und projektorientiertes Arbeiten, Anfertigen von Facharbeiten, wöchentliche Projekttage in Klasse 10 zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen, fächerverbindendes/-übergreifendes Lernen. Für jedes Schuljahr gibt es Jahrgangsschwerpunkte. Diese geben für das Schuljahr einen sich durch alle Fächer ziehenden Leitfaden

Die Jahrgangsschwerpunkte sind:

  • Klassenstufe 7: Handwerkserziehung
  • Klassenstufe 8: Soziale Dienste
  • Klassenstufe 9: Facharbeit, Praktikum, Projekte
  • Klassenstufe 10: Prüfungsvorbereitungen
  • Klassenstufen 11: Soziales Praktikum
  • Klassenstufe 12 + 13: Patenschaften und Prüfungsvorbereitung

Leistungsbewertung

Neben der traditionellen Bewertung über Ziffernnoten, legen wir besonderen Wert darauf, dass die SchülerInnen zu einer Leistungsbestätigung durch die Selbsteinschätzung ihrer Fähigkeiten und damit zu einem selbstverantwortlichen Lernen geführt werden. Arbeitsergebnisse und Lernfortschritte dokumentieren die SchülerInnen eigenständig und erarbeiten sich damit eine Grundlage für die Arbeit während des selbstbestimmten Lernens (Freiarbeit). So genannte Pensenbücher (aus der Montessori-Pädagogik), Arbeitsdokumente usw. erlauben den SchülerInnen auch früher als vorgesehen Lerninhalte während der Freiarbeit abzuarbeiten und/oder in eigener Regie nachzuarbeiten. Zu den halbjährigen Ziffernzeugnissen werden für die jeweilige SchülerInnen Berichte erstellt, die sowohl das Arbeits- und Sozialverhalten als auch seinen Leistungsstand beinhalten.

Ein besonderes Ziel ist es, die Qualifikation zur wissenschaftlichen Arbeit, also die Studierfähigkeit zu entwickeln. Die hierfür benötigten Arbeitstechniken (Mitschriften anfertigen, Exzerpieren, Recherchieren, Vortrag, Seminardiskussion, Selbstständige und gemeinschaftliche Untersuchungen eines Problems und die selbstständige Anfertigung einer längeren schriftlichen Arbeit nach wissenschaftlichen Kriterien) werden im Laufe der Schulzeit vermittelt.

Ganztagsschule

Die Schulform Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe wollen wir in der Organisationsform Ganztagsschule aufbauen. Die Ganztagsschule soll in der ersten Phase in der teilweise gebundenen oder offenen Form entwickelt werden. Hauptmerkmale dieses Modells sind die Rhythmisierung des Unterrichtes (Vor- und Nachmittag), die damit verbundene Rhythmisierung des Tagesablaufes und die verbindliche und fakultative Teilnahme eines Teils der Schülerinnen und Schüler an den Angeboten. Die Ganztagsschule bietet die Möglichkeit fachliche und soziale Kompetenzen zu vertiefen und darüber hinausgehend neue Kompetenzen zu erwerben. Die Möglichkeiten der FAW gGmbH als Träger eines breit gefächerten Spektrums an beruflichen Ausbildungen werden hierbei intensiv einbezogen.

Freizeiterziehung

Bestandteil der Arbeit in der Ganztagsschule ist die Freizeiterziehung. Mit den Angeboten wird auch eine Erweiterung der unterrichtlichen Arbeit erreicht. So können die SchülerInnen hier auch in Freizeitgruppen arbeiten, zusätzliche Freiarbeit allein oder mit Lehrern gestalten, Wissenslücken aufarbeiten oder zusätzliche Studien führen.
Diese Angebote variieren mit der Zusammensetzung des Kollegiums und des zusätzlichen Einsatzes von Honorarkräften oder Eltern.

Durch diese Möglichkeit wollen wir

  • Selbsttätigkeit erproben
  • Selbstständigkeit stärken
  • Verantwortung für sich & Mitschüler wahrnehmen
  • verantwortlicher Umgang mit Umwelt & Natur erleben
  • soziale Kompetenz entwickeln
  • einüben und wiederholen trainieren, Gebrauch von Freiheit & Demokratie

Hier können Sie sich zu den folgenden Themen
Powerpoint-Präsentationen (im pdf-Format) downloaden:

 

Begabtenförderung

Förderung bei Teilleistungsschwächen

TheoPrax

   

zuletzt geändert am: 23.05.2009